Mieter glauben oft, beim Einbruchschutz die Hände gebunden zu haben. Tatsächlich sind die wirksamsten Maßnahmen entweder zustimmungsfrei oder gut verhandelbar.
Ohne Zustimmung machbar
Alles, was die Bausubstanz nicht dauerhaft verändert: Zusatzschloss mit Sperrbügel (Schraublöcher im Türblatt gelten als üblich), abschließbare Fenstergriffe (Griff wechseln = kein Eingriff), Schutzbeschlag in Standardmaßen, Türspion. Beim Auszug ggf. Rückbau – die alten Teile aufheben.
Mit Zustimmung – und guten Argumenten
Querriegelschloss und Pilzkopf-Nachrüstung brauchen das Ja des Vermieters, bekommen es aber meist: Sie werten die Immobilie auf, kosten den Eigentümer nichts und sind KfW-förderfähig. Schriftlich anfragen, Produkt nach DIN 18104 benennen, Fachmontage zusichern.
Die Prioritätenliste fürs Budget
1. Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung (~100–150 € montiert) – stoppt Ziehen und Bohren. 2. Zusatzschloss mit Sperrbügel (~120–180 €) – zweiter Verriegelungspunkt. 3. Abschließbare Fenstergriffe + Aufschraubsicherungen an erreichbaren Fenstern. 4. Erst danach: Elektronik wie Kameras – sie dokumentiert, verhindert aber nicht.
Das unterschätzte Verhalten
Die beste Technik nützt nichts bei gekipptem Fenster (versicherungstechnisch: offen) und nur zugezogener Tür. Abschließen – auch beim kurzen Einkauf – ist die einzige Maßnahme, die nichts kostet.